Sonntag, 29. Juni 2008

iTunes verkaufte mehr als 5 Milliarden Songs

Da kommt Freude auf im Hauptsitz von iPod-Hersteller Apple in Cupertino in Kalifornien: Im hauseigenen "iTunes Store“ mit seinen mittlerweile mehr als 8 MIllionen Songs im Download-Angebot wurde nun die fünf Milliarden Songs-Marke durchbrochen.

Hinzu kommen die steigenden Umsätze aus dem Verleih/Verkauf von Kinofilmen und TV-Serien mit derzeit täglich ca. 50.000 abgerufenen Videodateien.

Unnötig zu erwähnen, dass Internet-Plattenladen von Apple somit nicht nur der grösste ist, und bei Musik-Downloads inzwischen die Konkurrenz weit hinter sich gelassen hat.

Wir bleiben dran ...

Dienstag, 17. Juni 2008

lala.com: Geschäftsmodell mit uneingeschränkten Streams

Ursprünglich als CD Tauschbörse im Geschäft, testet die US Musik-Site lala.com nun ein neues Geschäftsmodell. Die User zahlen 10 US Cents pro Song und können ihn so lange und oft anhören wie sie wollen -ab lala-Server, versteht sich. Download oder übertragen auf den MP3 Player ist nicht möglich.

Fazit: Cool für die Musikfans - schlecht für die Musiker, die so nix mehr mit ihrer Kunst verdienen. Empfehlung an die Musiker: Kreativ werden und neue Einnahmequellen schaffen.

Sonntag, 15. Juni 2008

Community Profile zentral verwalten

Das Web 2.0 bietet eine Menge themenbezogener Communities. Ein Profil reicht da meist nicht mehr. Besonders als Musiker hat man nun oft Profile in mehreren dieser Netzwerke, um möglichst breitgefächert auf sich aufmerksam zu machen. Nachfolgend eine » Liste von Anwendungen, mit denen sich die Profile zusammenführen und besser organisieren lassen. Mal ausprobieren:


Das Ohr liest mit: Gut getextet ist halb vermarktet

Am Anfang war das Wort. Das erste, was potentielle Käufer vom musikalischen Produkt sehen, sind (meist bebilderte) Wörter. Jeder Downloadshop, jede Web Site, jede Pressemappe, Newsletter und Flyer, der für eine CD, einen Download oder ein Konzert wirbt, wird zunächst gesehen bzw. gelesen.

Klar, Musiker sind in der Regel keine Marketingspezialisten und das sollen sie auch gar nicht sein. Doch sobald sich ein unabhängiger Künstler für den Alleingang entscheidet, so ist Marketing neben der Musik das zentrale Thema. Regelmässig stolpere ich über Publikationen von Bands (und auch Labels), die textlich wahre Absteller sind. Die häufigsten Fehler:

  • Orthographische Fehler wie Tippfehler, Verben gross geschrieben, Substantive klein, oder die Sätze unvollständig
  • Übersetzungen ins Englische sind stilistisch und grammatikalisch falsch oder unklar
  • Daten enthalten keine Jahreszahl, so dass der Leser nicht erkennen kann, ob die Aussage aktuell oder drei Jahre alt ist
  • Die Texte sind zu lang, der Text ist nicht in Abschnitte unterteilt
  • Die Inhalte sind banal oder tausendmal gelesen, wie "Bereits mit fünf nahm Daniela ihre ersten Klavierstunden und seither ist die Musik ihre grosse Liebe ..."
  • Mangelnde Kontinuität, in dem Slogan und Mottos in immer wieder abgeänderter Form benutzt werden, was die Fans verwirrt
  • Mangelnde Kontinuität 2, und das gilt besonders fürs Web, wenn es zu Unterbrüchen der Aktivitäten kommt, die Web Site aber keinerlei Hinweise enthält

Hat man selber kein Talent/keine Zeit zum Texten, so findet sich im Freundes- oder Familienkreis vielleicht ein Profi. Da Biografie, Pressemappe und Web Site die Visitenkarte der Band sind, so lohnt sich auch die Investition in die Dienste eines Texters, der hoffentlich auch gleich noch die ganz besondere Story der Band aus den Mitgliedern herauskitzelt und textlich verarbeitet.

Texte sind Psychologie pur. Schlampige Texte zum Beispiel lassen den Leser Unzuverlässigkeit vermuten, so dass er - meist unbewusst - erst gar kein Konzertticket kauft. Bei langweiligen oder zu langen Texten im Web klickt sich der Leser auf Nimmerwiederklick hinfort.

Die Leser wollen angesprochen werden, Texte sollen neugierig machen auf die Story der Band und natürlich auf die Musik. Die Inhalte sind authentisch, und Aussagen und Slogans ziehen sich konsequent durch alle Promo-Aktionen und Publikationen.

Im Web fand ich den einführenden Ratgeber "Web 2.0 in Marketing & PR" von M. Buzinkay, C. Riedmann und M. Brunnbauer, der » hier gratis heruntergeladen werden kann. Hier möchte ich besonders das Kapitel "PR & Text Web 2.0" ab Seite 20 empfehlen, dessen Tipps sich auch leicht auf das Thema Musik und Printunterlagen wie die Pressemappe anwenden lassen.
Fröhliches texten !

Schneller neue Musik entdecken mit Peter Gabriel: The Filter

Die digitale Welle spült beständig neue Musik an Land. Das macht es für die Musikfans auch nicht einfacher, neue Musik zu entdecken. Peter Gabriel hat sich der Thematik angenommen und kürzlich die Plattform "The Filter" lanciert. jetzt.de der Süddeutschen Zeitung hat dazu am 6.6.2008 einen Artikel ins Netz gestellt » weiterlesen.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Das Auge hört mit: Slideshow für Band und Label Sites: Slide.com

Zum Selbermachen, wirklich sehr einfach einzurichten, jede Menge Effekte und Optionen, auch auf Deutsch, und erst noch gratis: Slide.com. Ein Beispiel:

Mittwoch, 11. Juni 2008

MusicianPromote: Online Band- und Musikpromotion

Eine gute Sache so ein Rundum-Angebot: MusicianPromote übernimmt für einen realistischen monatlichen Beitrag die Promotion von Bands und ihrer Musik an Radiostationen, Konzertveranstalter, Presse, Online Magazine und Music Directories bis hin zu Modelabels und Musik zur Unterhaltung in Hotels, Restaurants, Bars etc. Man kreiert ein sogenanntes PressKit und den Rest übernimmt MusicianPromote.

Aber obacht: Erst nach eingehender Betrachtung wird klar, dieser Dienst bedient nur die USA. Auch ist nirgends eine Liste der Radiostationen zu finden oder Namen von sonstigen Partnern, die bemustert werden. Kein Hinweis, dass auch Webradios letztendlich CDs verlangen, wofür die Band die Portokasse plündern muss. Man betont, der einzige und erste Dienst zu sein, der Bands direkt auf iTunes promotet, aber nicht etwa in den begehrten Spots auf der Store Homepage, sondern als iMix ab US$ 27 für 10 Mixe. Die kann übrigens jeder iTunes-Benutzer mit ein paar Klicks gratis selber bauen. Und die einzige Referenz in dieser Seite wurde seit 2006 nicht mehr bewirtschaftet ...

Bei diesem Angebot fehlt es an Transparenz, und darum prüfe wer sich ewig bindet. Allerdings gibt diese » Seite gute Ideen, welche Schritte es alles zur Online Musikpromotion braucht bzw. welche Dienste, Branchen und Produkte man über die üblichen Kanäle hinaus noch ansprechen kann, um seine Musik breit zu streuen.
Fröhliches promoten.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Songquarters: 144 international bekannte Künstler suchen derzeit Songmaterial

Der in Schweden ansässige Dienst "SongQuarters" zeigt Verlegern und Songwritern an, welche weltweit Top 500 Künstler gerade Songmaterial suchen, und führt darüber hinaus eine umfangreiche, nützliche Datenbank mit Label, A&R, Künstleradressen usw. Die Jahresmitgliedschaft kostet ca. Fr. 400, also ungefähr 35.- pro Monat, ein akzeptabler Betrag für so viel Info und die Möglichkeit, die eigenen Kompositionen einzustellen. Am besten mal selber » weiterschmökern.