Es ist ja schon lange klar, aber nun offiziell: Mit über 4 Milliarden an 50 Millionen Kunden verkaufte Songs seit der Eröffnung Apples Music Stores, ist iTunes im Januar und Februar 2008 der grösste Musikeinzelhandel der USA, noch vor Walmart
» Pressemitteilung.
Sicher wird iTunes auch in anderen Märkten bald unter den Ersten, wenn nicht zuvorderst, rangieren, jedoch ist diese Marktführung auch mit Nachteilen für Indies verbunden.
Der Topf ist mit Millionen von Titeln mehr als voll. Im Music Store selber stechen nur einige Wenige hervor und zwar solche, die das iTunes Marketing-Team als featurungswert befindet. Und das sind sicher keine noch zu vielversprechenden Indies von Indie-Labeln aus unbedeutenden Märkten wie die Schweiz. Ohne zusätzlicher Promotion von Aussen wird nur noch selten "neue Musik entdeckt" (die nicht auf der Shop-Einstiegsseite zu sehen ist). Ausserdem ist die "Power-Suche" für so viele Titel mehr als überholungsbedürftig.
Die Bearbeitungszeit von der Anlieferung bei iTunes bis zur Aufschaltung im Music Store rangiert derzeit mal wieder bei fast 2 Monaten. Die Verzögerungen sind teilweise auf neue die Angebotserweiterung um Filme und Games, und neue Tools wie jenes zum Schneiden von Klingeltönen aus gekauften Songs (nicht alle Märkte). Darüber hinaus hört das iTunes-Personal aus Gründen der Qualitätssicherung in jeden Song rein, was auch oft dazu führt, dass mit einem Male ganz andere Genre zugeteilt weren als angegeben. So landeten g r media's West Coast Style Smooth-Jazzer neulich unter "Vocal" ... Anyway, nun stehen natürlich alle Front-, Mid- und Backkataloge bei iTunes an, aber ich bin skeptisch. Obwohl Apple mit iTunes sicher einen professionellen Job macht: Don't put all your eggs in one basket!
-Gabriele