Montag, 28. April 2008

Indie-Acts könnten bei MySpace Music den Kürzeren ziehen

Auf musikwoche.de lese ich diesen » Artikel zum Thema MySpace Music. » Für dieses Joint-Venture-Projekt kommen die Kataloge von Majors und Indie-Vertrieben an Bord - ausnahmslos alle mit Sitz in den USA: Sony BMG, Universal und Warner Music sind als Teilhaber an MySpace Music bereits dabei, mit EMI und diversen Aggregatoren wie The Orchard, IODA oder CD Baby wird noch verhandlet. Indie-Künstler tun also gut daran, sich einen Kooperationspartner in den USA zu suchen - g r media-Kunden werden über IODA vertrieben und sind bei MySpace Music dabei.

Sonntag, 27. April 2008

Web 2.0 in 5 Minuten erklärt

Samstag, 26. April 2008

Promo-Tipp: MyCokemusic Soundcheck 2008

Möchtest du mit deiner Band der neue SOUNDCHECK-2008-Gewinner werden?

Und möchtest Du diesen Sommer entweder am Open Air St.Gallen oder am Gurten Festival spielen und zusätzlich den Hauptpreis im Wert von 20'000 Franken für beratende oder projektive Unterstützung gewinnen?

Dann melde Dich bis am 19.05.08 (bis 12:00 Uhr) beim MyCokemusic Soundcheck 2008 an ->
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Sonific schliesst zum 1. Mai 2008

Major Labels wollen von Web 2.0 nichts wissen.

2006 startete Music & Media Futurist Gerd Leonhard mit Sonific eine Web 2.0-Plattform, die Betreibern von Web Sites, Community Profilen und Blogs per Widgets ganz legal Musik zur musikalischen Untermalung oder auch zur Empfehlung anbietet. Erste Indie-Kataloge wurden lizenziert, doch die breite, kritische Masse verlangte bald nach den Hits der Majors. Und die blocken nach wie vor ab.


Die grundsätzlich tolle Idee, dass auch Musiker direkt bei » Sonific ihre Alben hochladen und anschliessend per Widget auf ihre Band Web Site und in andere Onlinepräsenzen einbinden können, stiess bei der Musikindustrie kaum auf Interesse. Daher zieht der Gründer Gerd Leonard mit 80'000 Usern und 200'000 Songs nun die Konsequenzen und schliesst die Pforten. Etwas kurzfristig, wie ich finde ...

Leonhard wirft in seiner » Begründung den Major-Labels vor, durch unangemessene finanzielle Lizenzforderungen die Legalität im Netz weiterhin zu blockieren. Offensichtlich lässt sich heutzutage eine neue Musikplattform nur dann durchsetzen, wenn man in no time Unmengen an Nutzern anzieht, um dann den Laden an ein finanzkräftiges Konzern zu verscherbeln, welches mit genügend Cash die Majors bei der Stange hält. Diese Strategie führt dazu, dass sich illegale Plattformen sich auch weiterhin munteren Zulaufs erfreuen, und am Ende die Branchenspieler, die oft brotlos nächtelang in den Studios sitzen und mit ihren Kreationen die Musikbranche überhaupt erst möglich machen, mal wieder leer ausgehen.

Mittwoch, 23. April 2008

Sänger gesucht!

Heute erreichte uns dieses Angebot via music2deal.com:
"Hallo, wir sind eine Verlagsedition vom bekannten Verlag Peermusic. Wir haben gerade die Aufnahmen zu einem Deutsch-Rock-Album abgeschlossen und suchen nach einem Sänger für Studio und Bühne! Die Songs gehen in Richtung "Ärzte"...... Wir haben Peermusic im Rücken, die Band steht und wir haben einen Promotion -und Akquise-Fahrplan. Studio in Hamburg ist gebucht.
Also, habt Ihr Bock? Dann meldet euch!
Genre: Rock-Alternative
Anbietende sollte sein : Professional
Geschlecht / Alter : Männlich / ab 18 Jahre
Dennis Grell Wahmstrasse 32, 23552 , GermanyTelefon 1: 0175/1068985"
- good luck !

Dienstag, 15. April 2008

Musik im Abo: Was bleibt unterm Strich?

Beispiel eMusic: Mit mehr als 3.5 Millionen Tracks von 27'000+ Labels ist eMusic heute der grösste Einzelhandel für Indie-Musik und der weltweit zweitgrösste Digital Music Anbieter überhaupt. Seit 2003 arbeitet eMusic erfolgreich mit Abo-Modellen anstatt mit fixen Track-Preisen. Mehr zu eMusic » hier.

Musik per Abo zu downloaden ist für die Musikfans ein interessantes Angebot. Anstatt € 0.99 pro Track wie bei iTunes und seinen Mitbewerbern, kostet jeder Song im grössten Abo bei eMusic nur noch € 0.29. Gleichzeitig bindet das Abo den Musikfan an den Downloadanbieter, und da sicher nicht jeder Abonnent sein Abo ausschöpft, so bleiben für eMusic sicher ein paar Euro extra übrig. Gemäss eigenen Angaben kauft ein Abonnent bei eMusic monatlich 20 Tracks, bei iTunes hingegen nur 1-2 Songs pro Monat. Die Monats-Abos im eMusic Europa-Shop:

eMusic Basic: 30 Trackdownloads € 12.99
eMusic Plus: 50 Trackdownloads € 16.99
eMusic Premium: 75 Trackdownloads € 20.99


Nicht voll genutzte Abos werden allerdings nicht auf die Labels umgelegt. Rechnen wir einmal nach: Kauft ein 30iger-Abo in einem Monat z.B. nur 1 Song (€ 0.433), dann hat eMusic von diesem Abonnenten € 12.557 plus die Marge vom Trackverkauf (minus anteilig Betriebskosten) verdient. Bei den durchschnittlich 20 Tracks pro Monat bleiben dem Shop bei einem 30iger-Abo neben den Trackmargen noch € 4.13 extra. Cool - für den Shop.


Für das Label resp. den Künstler zeichnen sich bei diesen Abo-Modellen aber keine lukrativen Aussichten ab. Netto-netto liegen für effektive Trackverkäufe zwischen € 0.20 und € 0.15 pro Track drin (Urheberrechtsgebühren bereits vom Shop bezahlt), oder zwischen US$ 0.32 und 0.23 minus Urheberrechtsgebühren von US$ 0.091 pro Track ...

Genug gerechnet. Da die Download-Shops allgemein in Richtung Abo-Modelle tendieren (inkl. iTunes) so liegen im digitalen Vertrieb für Bands, Künstler und Labels auf Dauer keine Reichtümer. Ganz im Gegenteil. Der Download wird in der Zukunft nur noch als Promotions-Tool in den Business-Mix eines Musikers passen. Man muss seine Musik aber aus Wettbewerbsgründen einfach dabei haben. Wo Musiker und Labels in der Zukunft ihre Brödli verdienen, das steht auf einem ganz anderen Blatt ...
Drum: be creative, the future is wide open.

Montag, 14. April 2008

Last.fm fördert den Verkauf von Musik

Seit Last.fm im Januar 2008 sein Angebot um Streams in voller Länge ergänzte, haben Last.fm-Benutzer zum Beispiel bei Amazon 119 Prozent mehr umgesetzt. Auch bei iTunes und 7digital wurden Absatzzuwächse festgestellt.

Die Betreiber von Last.fm haben festgestellt, dass Benutzer länger verweilen, wenn man ihnen Dienstleistungen wie Last.fm zur Verfügung stellt. Last.fm ist kostenlos und finanziert das Streamingangebot über Werbung. Wer sich bei Last.fm Musik anhört, wird über weiterführende Links zu Onlinehändlern geführt, wo der entsprechende Titel als Download oder als CD gekauft werden kann.

Seit es Widgets gibt empfiehlt g r media ihren Kunden, diese Gratisangebote gewinnbringend einzusetzen. Seien es Last.fm, Sonific, Snocap, iTunes iMix, Kazzong, Potatosystem, um nur einige wenige zu nennen - mit ein paar Klicks lässt sich der Code von Widgets frank un frei in Band Websites, in Community Profilen, in Blogs und Partnersites einbinden, und so gratis mehr Präsenz, Aufmerksamkeit und Umsatz erreichen.
Fröhliches Widgen!

imeem übernimmt Snocap

Sicher erinnern wir uns alle noch an den Hype um Snocap vergangenes Jahr, dem amerikanischen Anbieter von integrierbaren My Store Shoplösungen, die Labels und Künstlern nicht nur die volle Kontrolle über ihre musikalischen Inhalte gaben, sondern sich auch in Profile in sozialen Netzwerken (MySpace!), Blogs und Band Web Sites einbinden liessen. Nun wurde Snocap von den Betreibern von imeem übernommen.

imeem glich bereits vorher die durch Benutzer hochgeladene Tracks mit Snocap ab. Mit der Übernahme erhält imeem nun Zugang zu allen Technologien zur Content Identifizierung, und damit zu einem umfangreichen, digitalen Register. Künstler und Bands erhalten auf imeem zusätzliche Dienstleistungen wie Widgets und andere Anwendungen zur Vermarktung und zur Umsatzsteigerung ihrer Musik.

Eine Alternative zu MySpace? imeem ist mit monatlich 24 Millionen individuellen Besuchern das drittgrösste soziale Netzwerk in den USA. Und gemäss Quantcast erreichen imeems integrierbare Audio- und Videoplaylist-Widgets mehr als 100 Millionen Konsumenten pro Monat. Nun bleibt abzuwarten, ob diese Angebote zunächst nur auf "imeemer" in den USA beschränkt sind, oder ob der ganze musikalische Globus davon profitieren darf :-)

Dienstag, 8. April 2008

iTunes ist King - meistens

Es ist ja schon lange klar, aber nun offiziell: Mit über 4 Milliarden an 50 Millionen Kunden verkaufte Songs seit der Eröffnung Apples Music Stores, ist iTunes im Januar und Februar 2008 der grösste Musikeinzelhandel der USA, noch vor Walmart
»
Pressemitteilung.

Sicher wird iTunes auch in anderen Märkten bald unter den Ersten, wenn nicht zuvorderst, rangieren, jedoch ist diese Marktführung auch mit Nachteilen für Indies verbunden.

Der Topf ist mit Millionen von Titeln mehr als voll. Im Music Store selber stechen nur einige Wenige hervor und zwar solche, die das iTunes Marketing-Team als featurungswert befindet. Und das sind sicher keine noch zu vielversprechenden Indies von Indie-Labeln aus unbedeutenden Märkten wie die Schweiz. Ohne zusätzlicher Promotion von Aussen wird nur noch selten "neue Musik entdeckt" (die nicht auf der Shop-Einstiegsseite zu sehen ist). Ausserdem ist die "Power-Suche" für so viele Titel mehr als überholungsbedürftig.

Die Bearbeitungszeit von der Anlieferung bei iTunes bis zur Aufschaltung im Music Store rangiert derzeit mal wieder bei fast 2 Monaten. Die Verzögerungen sind teilweise auf neue die Angebotserweiterung um Filme und Games, und neue Tools wie jenes zum Schneiden von Klingeltönen aus gekauften Songs (nicht alle Märkte). Darüber hinaus hört das iTunes-Personal aus Gründen der Qualitätssicherung in jeden Song rein, was auch oft dazu führt, dass mit einem Male ganz andere Genre zugeteilt weren als angegeben. So landeten g r media's West Coast Style Smooth-Jazzer neulich unter "Vocal" ... Anyway, nun stehen natürlich alle Front-, Mid- und Backkataloge bei iTunes an, aber ich bin skeptisch. Obwohl Apple mit iTunes sicher einen professionellen Job macht: Don't put all your eggs in one basket!
-Gabriele

Chance: MyCokemusic Soundcheck 2008

MyCokemusic informiert:

"Hol' dir den MyCokemusic Soundcheck 2008 Hauptpreis. Ab heute beginnt die Anmeldung!

Zum fünften Mal sucht Coca-Cola die beste Nachwuchsband der Schweiz.

Möchtest du mit deiner Band diesen Sommer entweder auf dem Open Air St.Gallen oder am Gurten Festival spielen und zusätzlich den Hauptpreis im Wert von 20' 000 Franken für beratende oder projektive Unterstützung gewinnen? Dann ab ins Studio, ran an die Instrumente und mach mit beim MyCokemusic Soundcheck 2008!

Wie geht’s? Ganz einfach: Lade deinen Song vom 07.04.2008 bis 19.05.2008 (bis 12:00 Uhr) als mp3-Datei hoch und schon bist du dabei.

Mehr Infos findest du hier!

Freitag, 4. April 2008

MySpace macht Musik sozial

"MySpace und die Musikfirmen modernisieren die Musiknutzung. Die Musik ist bereits digital, jetzt wird sie sozial, da Künstler und Konsumenten selbst bestimmen können, wie sie Musik erlebbar machen und erleben wollen", sagt Joel Berger, Managing Director Myspace Deutschland. "MySpace Music bildet den gesamten Prozess von der Produktion, der Promotion, des Verkaufs bis zum Konsum der Musik in nie vorher da gewesener Form ab."

30 Millionen Benutzer auf den Musikseiten machen die Musikpläne von MySpace plausibel. Musik wird in allen möglichen Modellen zu haben sein, Track-Download, Klingeltöne, Streams, Miet-Abos, später Sponsorenmodelle, Merchandising, Tickets. Cool. Jedoch werden sich bisher nur die USA an den Angeboten erfreuen können - in ca 3-4 Monaten. Für die Internationalisierung besteht noch kein Zeitrahmen. Wir bleiben dran.

Nokia startet Musik Service

... in Irland » Nokia Music Store. Eröffnet am 2.4.2008. Damit ist Nokia der erste Mobiltelefonanbieter mit einem differenzierten Musikerlebnis für seine Handykäufer. Der Nokia Music Store bietet 2.5 Millionen Tracks von Major-, Indie- und irischen Künstlern an, die entweder über das Handy oder den PC entdeckt und gekauft werden können. Die Downloads lassen sich dann einfach über den Windows Media Player synchronisieren. Mit dem Music Store startet Nokia eine virtuelle Musik-Ladenkette, die sich vor allen Dingen auf nationale Künstler konzentrieren will.

Music Stores in weiteren Ländern werden folgen. Die Musikangebote stammen übrigens aus den Katalogen von Loudeye/OD2. Der deutsche Content-Lieferant OD2 (über 60 Download Stores weltweit, darunter die MSN,MyCoke, Tsicali-Shops und in der Schweiz der i-m.ch der Migros) wurde vor ein paar Jahren von Loudeye aufgekauft, und Loudeye in 2007 wiederum von Nokia. Seit mehreren Jahren ist es für digitale Indie-Vertriebe schwierig, Musik über Loudeye/OD2 zu veröffentlichen, da sich das Repertoire aus technischen und personellen Gründen wegen der Übernahmen kaum noch bewältigen liess. Nun besteht Hoffnung, dass das angehäufte Repertoire sich nicht nur in den Nokia Music Stores zu finden sein wird, sondern auch in den etablierten, ehemaligen Loudeye/OD2 Download Shops. Die ersten Kunden von g r media dürfen sich freuen, den ihre Produktionen sind im Nokia Music Store Irland im Angebot.

Donnerstag, 3. April 2008

Reminder: Noch 2 Gig-Slots am Haldern Pop Festival frei

retorm.tv erinnert, dass Bands noch bis 31. Mai ihre Bewerbung für einen Gig am Haldern Pop Festival am Niederrhein in Deustchland einreichen können » wir berichteten. Good Luck!

Mittwoch, 2. April 2008

Community-Profil-Verteiler für Künstler

Mit iLike.com bietet sich nicht nur eine internationale Musik-Community an, sondern auch ein Service, der die Inhalte der Künstlerprofilen automatisch auf weitere Communities und Plattformen schaltet, wie hi5.com, Facebook, Bebo usw. Dem Profil lassen sich Songs und Konzerte hinzufügen, es können Bulletins kreiert und verschickt werden und eine detaillierte Statistik zeigt an, wer sich wann in den Profilen getummelt hat. Gleich mal selber ausprobieren, ist gratis.
-Gabriele

# 2 im Download: Rhapsody, Napster und eMusic

Dass eine Branche noch jung ist merkt man spätestens dann, wenn sich die Spieler um die Ränge schlagen. Nun hat sich das neutrale Marktforschungsinstitut MultiMedia Intelligence der Sache angenommen und hat folgendermassen geschiedsrichtert:

Unbestritten die Nummer 1 ist iTunes mit 1,8 Milliarden US Dollar erzielt aus internationalen Musikumsätze in 2007. Mit fast 150 Millionen US Dollar nimmt Rhapsody (RealNetworks) Platz 2 ein, gefolgt von der Nummer 3 Napster mit 125 Millionen Dollar Umsatz in 2007. Auf Platz 4 steht eMusic mit 42 Millionen Dollar neben dem Treppchen, gefolgt von Zune Marketplace und Musicload.

MultiMedia Intelligence berücksicht bei der Analyse als einzig wichtigen Faktor die Umsätze der Anbieter, also nicht die Zahl der Downloads, Streams, registrierten Nutzer oder Abonnenten, da die Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen arbeiten. Na dann, mal schauen, wer 2008 den Champagner auf dem Treppchen schüttelt.